Samstag, 26. August 2006

MQ-Man vs. The Internet Explorer

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Anscheinend gibt es für einige von euch Probleme beim posten. Insbesondere betroffen sind nicht bei twoday.net registrierte User des Internet Explorer. Ich hab mich schlau gemacht und mir sagen lassen, dass man die "Cookies" im Browser aktivieren muss, um sein Posting abschicken zu können.

Donnerstag, 24. August 2006

Das große Wiener Derby

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Nachdem das Feuilleton den Fußball für sich entdeckt und anschließend in die Hochkultur gehievt hat darf auch ich meinen Wimpel unbehelligt in den Wind halten und mich bedenkenlos zum runden Plastik bekennen. Zugegeben, der Hintergrund vor dem dies geschah war vornehmlich ein Bundesdeutscher, aber erstens darf man hierzulande bereits daran gewöhnt sein vorgekaute Diskurse aus dem deutschsprachigen Ausland vorgesetzt zu bekommen und zum Zweiten bietet das österreichische Fußballumfeld nur magere Ansatzpunkte für euphorische Kulturtheoretiker. Zwar ist es auch dem ÖFB nicht vorbehalten nicht nicht kommunizieren zu können, es sind aber vorwiegend leere Stadien, schlechter Kick und einfältige Selbstinszenierung die Bände sprechen. In diesem Kontext gibt es kaum Anlass den Fußball zur Ersatzreligion und die Arena zu Gefühlsmaschinen oder neuen Orten gesellschaftlicher Synthese zu stilisieren (wie zuletzt etwa hier zu lesen war). Bescheidene Ausnahmen bilden dabei die Fanzirkel rund um die Wiener Traditionsclubs Wiener Sportklub und des First Vienna Football Clubs. Diese sind eng verwoben mit Wiens Pop- und Bildungsmilieu und so überrascht es wenig wenn gerade deren Aufeinandertreffen sich zu wahren Festen der Fankultur entfalten. Da dies nun ausgerechnet an einem sommerlichen Freitagabend stattfinden wird ist auch mit einer erklecklichen Anzahl an BesucherInnen auf der alt ehrwürdigen Hohen Warte zu Döbling zu rechnen. Also rechtzeitig Vorort sein um die Ticket-Schlange zu meiden und heute die Stimmbänder schonen.

Beginn,
am: Freitag, 25. August 2006
um: 19:00
Platz: Hohe Warte

Links:
First Vienna Football Club 1894
Wiener Sportklub

Sonntag, 20. August 2006

Willkommen in der Limited Lounge

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Mithilfe einer Intervention im öffentlichen Raum wollen die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch in Kooperation mit dem Kulturverein Pura Vida die Wahrnehmungsmuster gegenüber MigrantInnen hinterfragen. Und das geht so: Man installiere eine schnuckelige Freiluft Lounge samt Bühne auf der Mariahilferstrasse direkt neben das Museumsquartier. Nun heize man den Augen und Ohren der vorbeiströmenden Menschen mit würzigen Performances von Bernhard Fleischmann, TNT Jackson und vielen anderen ordentlich ein. Beim Versuch sich zu nähern entpuppe sich, was den Eindruck eines Eingangs gemacht hatte als unüberwindliches Eisentor. Nun verleite die angelockten Besucher den semi-offiziellen Weg um das Tor herum, quer durch das die Lounge umringende Pflanzengestrüpp zu wählen und so quasi ein bisschen „Migrationsabenteuer“ am eigenen Leib zu verspüren. Eigentlich eine nette Idee, fand ich. Vorort wollte sich dann allerdings das rechte Ceuta- oder Lampedusa-Flair nicht und nicht einstellen. Das lag keineswegs am Ambiente oder gar an den auftretenden Künstlern, sondern vielmehr an der Armseeligkeit der zu überwindenden Barriere. Bereits ein nur kniehohes Zäunchen hätte wohl den Zweck erfüllt, die Vorbeiflanierer ein bisschen vor den Kopf zu stoßen, aber sich den weg zwischen zwei Blumentöpfe bahnen zu müssen kommt in jedem Schanigarten vor. Und auch das abschreckende Eisentor fand schlussendlich seine praktische Verwendung als Fahrradabstellplatz. Da war mehr drin. Zum Glück liegen aber einige Broschüren aus die den interessierten Gästen dann zumindest im Nachhinein verraten, was ihnen gerade durch den Kopf gehen hätte sollen. Vielleicht tut sich diesbezüglich ja noch was, immerhin läuft die Intervention noch bis 24.September und das Programm ist durchwegs verlockend. Aber seht selbst: www.limitedlounge.at

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Samstag, 19. August 2006

Physik für Superhelden

Physics-of-SuperheroesGerade bin ich über Professor Kakalios Buch „The Physics of Superheroes“ gestolpert, dass nun auch in Österreich erhältlich sein wird. Auf sehr amüsante Weise versucht er die Kräfte und Fähigkeiten von Superhelden oder ähnlich außergewöhnlichen Individuen naturwissenschaftlich zu erklären. Dabei löst er einige der ganz großen Rätsel der Comic-Welt. Zum Beispiel errechnet er aus den Leistungen Supermans die Schwerkraft auf Krypton. An anderer Stelle entschlüsselt er die Beschaffenheit von Hulks Hosen, die trotz sporadischen Riesenwuchses ihres Trägers niemals in Stücke geht, sondern artig mitwächst. Meine Superkräfte sind ja eher anderer Art und finden bisher noch wesentlich weniger gesellschaftliche Wertschätzung und Aufmerksamkeit. Natürlich hat jeder Superheld genau jene Kräfte die für die jeweilige Mission von Nutzen sind. So macht etwa der Röntgenblick wenig Sinn für jemanden wie mich. Viel wichtiger ist es da schon literweise Prosecco anstandslos wegstecken zu können. Der Grund ist klar: Täglich muss ich eine erkleckliche Anzahl von Vernissagen, Release-Parties oder andere Veranstaltungen aufsuchen die nach Trinkfestigkeit verlangen. Leider hat es Prof. Kakalios in seinem Buch verabsäumt dies zum Anlass zu nehmen das Volumen meiner Leber zu errechnen. Schade, aber vielleicht schaff ich es in die 2nd Edition.

Hier noch ein Link zu einem Interview mit dem Author. Auch eine gute Gelegenheit meinen lieblings US-Radiosender NPR an dieser Stelle unterzubringen.

Donnerstag, 17. August 2006

Der heiße Draht zum MQ-Man

red-lineSchon vor geraumer ist mir zu Ohren gekommen es kursiere das Gerücht die so genannte MQ-Hotline (0820- 600 600) wäre in Wirklichkeit der heiße Draht direkt zu mir, dem MQ-Man. Eingerichtet quasi als Notruf für kulturelle Wehwehchen oder als Kunst-Kummernummer. Ein grober Irrtum wie ich gleich vorwegnehmen muss. Nun da die Anzahl von Anrufen mit Heiratsangeboten, aber auch mit Wehklagen über den faul und grantig gewordenen Lebensabschnittspartner ein für die TelefonistInnen unerträgliches Maß erreicht hat, wurde ich ersucht dies nun aufzuklären. Das bedeutet natürlich keineswegs, dass man sich in ernsten Fällen kultureller Verdrossenheit nicht an mich wenden könne. Ihr Sofa hat zuletzt den Hintern ihres Partners ausführlicher begutachten können als sie selbst? Ausgehen bedeutet, heute mal gemeinsam zum Zigarettenautomat zu schlendern? Und subversiv finden sie, wenn sich Karl Moik beim Silvesterstadl-Countdow verzählt? Sollten euch derartige ohne gar traurigere Geschichten bekannt sein kontaktiert mich umgehend!
Nur um endgültig reinen Tisch zu machen, bei der MQ-Hotline handelt es sich schlicht um die Rufnummer für Ticket- und Eventinformationen. Aber im Vertrauen, wesentlich glaubwürdiger scheinen mir die hartnäckigen Gerüchte, Anrufe nach 22 Uhr würden direkt ins Schlafgemach von Wolfgang Waldner weitergeleitet. Tag und Nacht um die Zufriedenheit der MQ-Besucher bemüht, verrichtet der Direktor bis spät in die Nacht seinen Telefondienst. Aber bitte, nicht zu oft läuten lassen, ein bisschen Schlaf braucht auch unser lieber Herr Waldner ab und zu.

Gute Nacht. Euer MQ-Man

Sonntag, 13. August 2006

5 Jahre Museumsquartier - eine längst überfällige Umfrage

Um euch lieben Leserinnen und Lesern die Interaktion zu vereinfachen, an dieser Stelle ein bisschen Komplexitätsreduktion in Form einer Umfrage. Umfragen sind super weil die normierten Frage- und Antwortschemata einen unangenehm, diffizilen Diskurs zu einem handlich leichten Meinungsportiönchen zusammenschrumpeln lassen, mit dem man sich problemlos beschäftigen kann während man den Podcast der FM4-Seifenoper "Junk" aktualisiert ohne sein Hirn mit Grübelrückständen vollzuspamen. Wer mehr zu sagen hat kann ja ohnehin posten. Also wohlan:

5 Jahre MuseumsQuartier

Wie ist dem MQ der bisherige Drahtseilakt zwischen staubiger Kulturinstitution und trashigem Culturetainmentpark gelungen?

Gegenfrage: Was ist MQ?
Ein klarer Fall von ganz übler Kommerzschuppen. Pfui!
Das ist nur was für den Verein Abgehobener Kunstfuzzis.
Also ich fühl mich ganz wohl da (und ich bin kein abgehobener Kunstfuzzi)

  Resultate

mqman, 23:11h.

Freitag, 11. August 2006

Erst kommt das Fressen und dann kommt die Kultur

Mich würde ja mal interessieren was Berthold Brecht von der Forderung „Kultur für Alle!“ gehalten hätte. Immerhin war das einer, der die Passivität und Teilnahmslosigkeit des Publikums überhaupt nicht leiden konnte. Mit seinem epischen Theater wollte er die konsumierenden und passiven Zuschauer aktivieren und zum Handeln zu bewegen. Naja, irgendwie war er damit wohl schon einen Schritt weiter als ich. Mir würde es ja vorerst schon mal reichen, wenn die Couch Kartoffeln in die Gänge kämen und das Kulturangebot in ihrer Nähe zumindest einmal inspizieren würden. Irgendwie bin ich da derzeit etwas ratlos. Wie macht man einerseits Kunst und Kultur attraktiver und zugänglicher und verhindert gleichzeitig sich in nichts sagender Anspruchslosigkeit zu verlieren. Der liebe Herr Matt von der Kunsthalle Wien etwa hat sich für mein Auftreten bei der Art|Basel (siehe unten) wohl ziemlich geniert wie man einem Interview entnehmen konnte. Jetzt bin ich weit davon entfernt es jedem recht machen zu wollen. Im Gegenteil, Kritik an Auftreten und Methode von Superhelden haben lange Tradition, aber freilich ist auch keiner von uns vor von Selbstzweifeln bestimmten Stimmungstiefs gefeit.
Künstlerinnen und Künstler brauchen vor allem Wahrnehmung ihrer Leistungen und in weiterer folge auch die kritische Auseinandersetzung damit. Aber wie bekommt man jemanden dazu sich für etwas zu interessieren, dass er oder sie nicht kennt? Die Antwort lautet oft das eigentliche Kunststück (hier mal ganz wörtlich gemeint) mit ein bisschen Pop zu schmücken. Brandauer zwängt Campino in Hut und Hosenträger und ich mich in einen Anzug der vorrangig meine äußerlichen Vorzüge betont. Auch bei Kultureinrichtungen läuft das ähnlich und das MQ ist ein prima Beispiel dafür. Nette Lokale und originelle Shops holen die Leute da ab wo sie sind und erleichtern es Kunstschaffenden durch schlichte räumliche Nähe ihre Netze auszuwerfen. Natürlich existiert der Nutzen auch andersrum, und wenn eine tolle Veranstaltung zum Publikumsmagneten wird tut das auch dem ansässigen Gewerbe gut. Problematisch wird es aber wenn die ökonomischen Notwendigkeiten den kulturellen Ansprüchen den Rang ablaufen und es womöglich lukrativer ist den Merchandising-Shop aufzupeppen als die Ausstellungsräumlichkeiten. Abstrus wird es auch wenn Sponsoring und Produkt so gar nicht vereinbar scheinen. Die Deutsche Bank als Hauptsponsor eines Stückes in dem es heißt: „Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“, da darf man sich schon mal grübelnd ans Kinn greifen. Und obwohl der Berliner Admiralspalast zur heutigen Premiere der Dreigroschenoper gut gefüllt sein wird, darf man durchaus kritisch sein. Ähnliches gilt natürlich auch für das MuseumsQuartier selbst. Das 5 jährige Bestehen ist da ein prima Anlass denke ich. Also postet doch mal eure Meinung zum bisherigen MQ-Drahtseilakt.

Montag, 7. August 2006

Kost-Nix-Kino im VEKKS

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Ein vager Hinweis einer Freundin hatte mich am regnerischen Donnerstagabend in eine düstere Ecke des fünften Wiener Gemeinde Bezirks gelotst. In den VEKKS-Räumlichkeiten (VEKKS wie: Verein zur Erweiterung des kulturellen und künstlerischen Spektrums) trat, so meine Informantin, seit Anfang Juli monatlich das Kost-Nix-Kino in Aktion. Erst gemeinsam kochen und essen und dann zwei Filme gucken, versprach eine Ankündigung und das für ohne Geld. Dieser Schwall von Schlüssel- und Reizworten verfehlte seine Wirkung nicht und weckte alsbald den unbändigbaren Pawlow in mir und ließ mich Regen und Kälte umgehend vergessen. Das Kinosystem der Marke Leintuch und Lampe komplettierte den Charme des übrigen DIY Ambientes vorort. Auch das Publikum ließ keine Wünsche offen. Punks, Ökos und die Gender-Bender-Clique vereint im cineastischen Genuss bei unerhört günstigem Bier. Leichten Anschluss findet man mit sporadischen Äußerungen zu den Themen Revolution oder Fidel Castros Gesundheitszustand.
An jedem ersten Donnerstag im Monat zeigt das Kost-Nix-Kino ab 20:00 Polit-Dokus, Kunstfilme aber auch bessere Mainstream Streifen. Am 7.September soll es übrigens wieder so weit sein. Hinschauen lohnt sich.

MQMan

Kultur für alle

MQ-Man in Aktion

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